Vor dem eigentlichen Messervorgang werden die Furnierblöcke ein- bzw. zweiseitig gehobelt, um eine einwandfrei gerade Auflagefläche auf dem Messertisch zu gewährleisten.
Man unterscheidet zwei Typen von Furnieraufarbeitungsmaschinen:

  • Messermaschine, horizontal oder vertikal
  • Schälmaschine, rundschälen, exzentrisch schälen oder Staylog.

Je nachdem, welche Maschine und welche Aufarbeitungsart gefahren wird, erhält man unterschiedliche Ergebnisse (siehe auch: Grafik Messerarten).
Es ist von entscheidender Bedeutung für die Qualität der Aufarbeitung, dass das Messer sowie die Druckleiste mit einer Genauigkeit von 0,1 mm exakt eingestellt sind. Nur dann kann eine einwandfreie Messerqualität garantiert werden.
Ebenso wichtig ist das Schleifen der Messer in verschiedenen Winkeln (kann von Holzart zu Holzart unterschiedlich sein), um die optimale Schnittqualität zu gewährleisten.
Bei modernen Messer- und Schälmaschinen ist am Messer eine Heizung eingebaut, welche das beim Schnittvorgang austretende Wasser möglichst schnell und gleichmäßig trocknen und abführen soll, um Kondensatflecken und Bläue zu verhindern.
Weiter soll hier nicht auf technische Einzelheiten eingegangen werden, dies würde den gewünschten Umfang sprengen.

Mögliche Messerfehler:

  • Messerscharten: Entstehen durch feine Ästchen (z. B. bei Ahorn), durch Verschmutzung im oder am Stamm (Sandkörner, Steinchen) oder durch im Holz eingewachsenes Metall (Nägel, usw.). Diese verursachen eine Kerbe in der Schneide des Messers und damit im Furnierblatt. Je nach Tiefe der Scharte wird diese entweder mit Hilfe eines Schleifsteins entfernt oder das Messer muss gewechselt werden.
  • Wechselnde Stärken: Diese entstehen durch falsches Einhängen des Stammes in die Maschine, durch falsche Einstellungen der Druckleiste oder durch schlechte Auflage des Blockes auf dem Messertisch.
  • Trommeln: Regelmäßige, in der Stärke unterschiedliche Rippen, die quer über Teile des Furnierblattes laufen. Gleiche Ursachen wie bei wechselnden Stärken.
deutsch | english